Der Garten
Der Garten ist ein 200 m2 grosser Blätz, auf dem meine Blumen wachsen. Es ist eine wilde Ordnung aus Staudenbeeten und einjährigen Blumen. Tomaten, Beeren und Spargeln gehören ebenso zum Garten wie Kräuter. Der Garten ist für mich ein Ort der Freude, des Staunens und des Experimentierens. Ich freue mich an den Kompositionen in den Beeten, an den verschiedenen Farben und Formen.
Ich ziehe die Setzlinge für den Garten selbst. Es ermöglicht mir die Sorten sehr bewusst zu wählen und die Pflanze vom Samen bis zu der Blüte zu begleiten.
Ich bearbeite den Garten mit einer naturnahen, biologischen Haltung. Er soll ein Ort des Lebens sein. Die Grundlage dafür ist ein achtsamer Umgang mit dem Boden und seinen Lebewesen. Dieser Boden bildet die Grundlage für kräftige, blühende Pflanzen, die wiederum die Basis für ein vielseitiges Insektenleben sind.
Die Slowflowerbewegung gibt der nachhaltigen Produktion von saisonalen Schnittblumen ein Gesicht und vernetzt Blumenproduzent:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Netzwerk stellt viel Wissen zur Verfügung und durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch entwickelt es sich weiter.
.
slowflowers
Wie der Name schon sagt, sind langsam und regional gewachsene Blumen ein Ausdruck für nachhaltigen Anbau von Schnittblumen. Fast 90% aller Schnittblumen, die in den deutschsprachigen Ländern verkauft werden, sind importiert. In den Herkunftsländern wie Kenia, Ecuador, Äthiopien oder Sambia werden sie meist ohne Rücksicht auf die Umwelt oder die Menschen, die damit arbeiten unter denkwürdigen Bedingungen angebaut. Die Monokulturen hinterlassen Spuren von Verwüstung. Vom Transport einmal abgesehen. Blumen sind zu einer Massenware geworden: jederzeit verfügbar und möglichst billig.
Die Natur in unseren Breitengraden beschenkt uns während mindestens sieben Monaten im Jahr mit unglaublichen Blüten. Zudem besteht während den Wintermonaten die Möglichkeit, mit getrockneten Naturalien Farbe in die Wohnung zu bringen.
Die Slowflowerbewegung gibt der nachhaltigen Produktion von Schnittblumen ein Gesicht und vernetzt Blumenproduzent:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einige wenige dieser Betriebe haben eine Grösse, bei der es sich lohnt, sich biozertifizieren zu lassen. Der grosse Teil (rund 50%) der angeschlossenen Produzentinnen und dazu zähle auch ich, sind dafür zu klein. Das aber nicht heisst, dass diese nach weniger strengen Prinzipien wirtschaften!
So werden Slowflowers nicht gespritzt und nur organisch gedüngt. Es wird im Kreislauf gewirtschaftet und schonend mit Ressourcen umgegangen. Insekten werden beim Anbau ebenso mitgedacht wie die Kleinstlebewesen im Boden. Bei der Verarbeitung der Blumen wird kein Einweg-Plastik und Steckmasse verwendet sowie auf nachhaltige Verpackungen geachtet.
Die Slowflowerbewegung schafft mit ihren Leitlinien Transparenz und Vertrauen in einen enkeltauglichen Blumenanbau. Für mich ist ein grosses Geschenk Teil dieser Bewegung zu sein.
.